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Werk

Berceuse Des-Dur op. 57

Die Berceuse Des-Dur op. 57 von Frédéric Chopin entstand 1844 und ist, wie der Titel („Wiegenlied“) verrät, ein Stück von beruhigender Ruhe. Über einem gleichmäßig wiegenden Bass, der fast unverändert das ganze Stück trägt, entfaltet Chopin in der rechten Hand eine Kette filigraner Verzierungen und Variationen. Diese Verbindung aus schlichtem ostinaten Fundament und schwebender Ornamentik macht die Berceuse zu einem Musterbeispiel seiner späten, klanglich verfeinerten Kunst.

Das Werk gehört zur Romantik und ist für Klavier solo geschrieben; auf dem Klavier verlangt es weniger Kraft als vielmehr Anschlagskultur, Gleichmaß und einen perlenden, gleichsam schwerelosen Ton in der Oberstimme. Das zarte Des-Dur unterstreicht den intimen, traumhaften Charakter. Weil das Stück gemeinfrei ist, liegt es im Urtext und daneben in einer praktischen Spielausgabe vor.

CoverKomponistTitelBesetzungVerlagBestellnummerHerausgeberPreisHinweise
Chopin, FrédéricBerceuse Des-DurKlavierG. Henle VerlagHN 320
6,00 €Kaufen
Urtext (Henle)
Chopin, FrédéricBerceuse Des-DurKlavierSCHOTT MUSIC GmbH & Co KG, MainzED0 421Sauer, Emil von
6,50 €Kaufen
Spielausgabe (Schott)

Gemeinsamkeiten & Unterschiede

Beide Ausgaben geben denselben, gemeinfreien Notentext wieder, unterscheiden sich aber im Anspruch. Die Henle-Ausgabe ist ein quellenkritischer Urtext: Sie gibt Chopins Text nach den Quellen wieder, ohne fremde Interpretationszusätze. Die Schott-Ausgabe ist demgegenüber eine mit Fingersätzen eingerichtete Spielausgabe, die den praktischen Zugang erleichtert – gerade bei den heiklen Verzierungen der rechten Hand eine willkommene Hilfe.

Welche Ausgabe für wen?

Wer den verlässlichen Notentext zum Erarbeiten sucht, greift zu Henle. Wer eine spielfertige Einrichtung mit Fingersätzen bevorzugt, ist mit der Schott-Spielausgabe gut bedient. Im selben zarten Des-Dur steht Chopins wirbelnder „Minutenwalzer“ op. 64/1 – ein munterer Gegenpol zur ruhigen Berceuse.