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Werk

Klaviersonate B-Dur D 960

Die Klaviersonate B-Dur D 960 von Franz Schubert ist die letzte seiner Klaviersonaten und entstand im September 1828, wenige Wochen vor seinem Tod. Zusammen mit den Sonaten D 958 und D 959 bildet sie eine Trilogie später Meisterwerke. Der weit ausschwingende Kopfsatz in B-Dur, mit seinem berühmten dunklen Basstriller, atmet die für Schubert typische liedhafte Ruhe und harmonische Weite; das folgende Andante sostenuto zählt zu den eindringlichsten langsamen Sätzen der Klavierliteratur. Veröffentlicht wurde das Werk erst posthum 1839.

Das Werk gehört zur Romantik und ist für Klavier solo geschrieben; auf dem Klavier verlangt es weniger äußere Brillanz als Klangregie und langen Atem. Als gemeinfreies Werk liegt es in wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben vor.

CoverKomponistTitelBesetzungVerlagBestellnummerHerausgeberPreisHinweise
Schubert, FranzKlaviersonate B-DurKlavierG. Henle VerlagHN 399
15,50 €Kaufen
Urtext (Henle)
Schubert, FranzSonate für Klavier KlavierBärenreiter VerlagBA 10860Litschauer, Walburga
15,50 €Kaufen
Urtext (Bärenreiter)

Gemeinsamkeiten & Unterschiede

Gemeinsam ist den Urtext-Ausgaben von Henle und Bärenreiter der quellenkritische Anspruch: Beide geben Schuberts Notentext ohne fremde Zusätze wieder und beruhen auf einer sorgfältigen Sichtung von Autograph und Frühdrucken. Unterschiede liegen in der editorischen Handschrift und im Notenbild – Henle bietet die bewährte Einzelausgabe, Bärenreiter die Edition aus dem Umfeld der Neuen Schubert-Ausgabe. Der Kern, ein verlässlicher Text mit knappem kritischem Apparat, ist bei beiden gleich.

Welche Ausgabe für wen?

Für das Erarbeiten dieser späten Sonate ist jede der beiden Urtext-Ausgaben eine gute Wahl; die Entscheidung zwischen Henle und Bärenreiter ist vor allem eine Frage des vertrauten Notenbilds und des begleitenden Vorworts. Wer Schuberts Tonsprache in kleinerem Rahmen kennenlernen möchte, findet den Zugang über seine Lieder und Klavierstücke.