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Werk

Barcarolle Fis-Dur op. 60

Die Barcarolle Fis-Dur op. 60 von Frédéric Chopin entstand 1845/46 und gilt als eines seiner reifsten Meisterwerke. Die Gattung – das venezianische Gondellied – gibt ihr den wiegenden 12/8-Takt und die sanft schaukelnde Begleitung vor. Darüber legt Chopin eine üppig verzierte, oft in Terzen und Sexten geführte Melodik, die sich zu einer strahlenden, klanglich verschwenderischen Steigerung aufschwingt. Das Werk verbindet lyrische Innigkeit mit großem pianistischem Format.

Das Werk gehört zur Romantik und ist für Klavier solo geschrieben; auf dem Klavier verlangt es eine differenzierte Anschlagskultur, Kontrolle über die reich verzierte Oberstimme und einen langen Atem für die groß angelegte Dramaturgie. Das seltene Fis-Dur gibt der Barcarolle ihren warmen, schimmernden Grundklang. Weil das Stück gemeinfrei ist, liegt es im Urtext und daneben in einer praktischen Spielausgabe vor.

CoverKomponistTitelBesetzungVerlagBestellnummerHerausgeberPreisHinweise
Chopin, FrédéricBarcarolleKlavierG. Henle VerlagHN 993Müllemann, Norbert
11,00 €Kaufen
Urtext (Henle)
Chopin, FrédéricBarcarole Fis-DurKlavierSCHOTT MUSIC GmbH & Co KG, MainzED0 422Sauer, Emil von
6,50 €Kaufen
Spielausgabe (Schott)

Gemeinsamkeiten & Unterschiede

Beide Ausgaben geben denselben, gemeinfreien Notentext wieder, unterscheiden sich aber im Anspruch. Die Henle-Ausgabe ist ein quellenkritischer Urtext: Sie gibt Chopins Text nach den Quellen wieder, ohne fremde Interpretationszusätze. Die Schott-Ausgabe ist demgegenüber eine mit Fingersätzen eingerichtete Spielausgabe, die den praktischen Zugang zu diesem anspruchsvollen Stück erleichtert.

Welche Ausgabe für wen?

Wer den verlässlichen Notentext zum Erarbeiten sucht, greift zu Henle. Wer eine spielfertige Einrichtung mit Fingersätzen bevorzugt, ist mit der Schott-Spielausgabe gut bedient. Das seltene Fis-Dur teilt sich die Barcarolle mit Beethovens Klaviersonate op. 78 – zwei ganz unterschiedliche Charaktere in derselben ungewöhnlichen Tonart.