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Werk

Kanon und Gigue D-Dur

Der Kanon und Gigue D-Dur von Johann Pachelbel ist heute das mit Abstand bekannteste Werk des Nürnberger Barockmeisters – landläufig einfach „Pachelbels Kanon“ genannt. Ursprünglich für drei Violinen und Basso continuo geschrieben, entfaltet sich über einer gleichbleibend wiederholten Bassformel (einem zweitaktigen Ostinato) ein strenger Kanon der Oberstimmen, an den sich eine schwungvolle Gigue anschließt. Diese Verbindung von schlichtem Grundgerüst und kunstvoller Stimmführung macht den besonderen Reiz des Stücks aus und hat es zu einem Sinnbild der Barock-Musik werden lassen.

Das strahlende D-Dur und die eingängige Basslinie haben zahllose Bearbeitungen für die verschiedensten Besetzungen angeregt. Weil das Werk gemeinfrei ist, liegt es sowohl in wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben als auch in praktischen Spielausgaben vor.

CoverKomponistTitelBesetzungVerlagBestellnummerHerausgeberPreisHinweise
Pachelbel, JohannKanon und GigueG. Henle VerlagHN 1113Müllemann, Norbert
4,00 €Kaufen
Urtext (Henle)
Pachelbel, JohannKanon D-DurKlavierC.F. Peters HandelswareEPHW 68704
6,95 €Kaufen
Urtext (Peters)
Pachelbel, JohannKanon D-Dur3 Violinen und Basso continuo oder StreichorchesterSCHOTT MUSIC GmbH & Co KG, MainzCON 111May, Helmut W.
14,50 €Kaufen
Spielausgabe (Schott)

Gemeinsamkeiten & Unterschiede

Gemeinsam ist den Ausgaben, dass sie auf Pachelbels originale Faktur zurückgehen. Unterschiede liegen im Editionstyp: Die Urtext-Ausgaben von Henle und Edition Peters geben den Notentext quellenkritisch wieder – wichtig gerade beim Continuo, dessen Aussetzung interpretiert werden muss –, während die Schott-Ausgabe als Spielausgabe eher auf unmittelbare Verwendbarkeit zielt. Ob eine Ausgabe die Original­besetzung oder eine Bearbeitung bringt und welche Stimmen beiliegen, entnehmen Sie der Tabelle.

Welche Ausgabe für wen?

Wer das Werk in der originalen Anlage mit ausgearbeitetem Continuo erarbeiten will, greift zur Urtext-Ausgabe von Henle oder Peters. Wer eine gebrauchsfertige Spielfassung sucht, ist mit der Schott-Ausgabe gut bedient. Das strenge kontrapunktische Handwerk, das Pachelbels Kanon andeutet, führt eine Generation später Johann Sebastian Bach zur Vollendung.