Werk
Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll op. 11
Das Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll op. 11 von Frédéric Chopin entstand 1830, kurz bevor der junge Komponist Warschau für immer verließ. Trotz der späteren Opuszahl wurde es vor dem zweiten Klavierkonzert veröffentlicht. Im Zentrum steht das Klavier: Über einem eher zurückhaltenden Orchester entfaltet der Solopart eine reich verzierte, gesangvolle Poesie – vom weit gespannten Kopfsatz in e-Moll über das nachtstückhaft schwärmerische Romance-Larghetto bis zum tänzerischen Rondo-Finale im Krakowiak-Ton.
Als gemeinfreies Werk der Romantik erscheint das Konzert je nach Zweck als Studienpartitur, als Dirigierpartitur mit Stimmenmaterial und vor allem in der praktischen Fassung für zwei Klaviere, in der ein zweites Instrument den Orchesterpart übernimmt. Mehrere Verlage bieten dazu einen sorgfältig edierten Urtext.
| Cover | Komponist | Titel | Besetzung | Verlag | Bestellnummer | Herausgeber | Preis | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | Chopin, Frédéric | Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll | Klavier und Orchester | G. Henle Verlag | HN 419 | — | 26,50 €Kaufen | Urtext (Henle) |
![]() | Chopin, Frédéric | Piano Concerto No. 1 | Klavier und Orchester | C.F. Peters Handelsware | EPHW 2895-11 | — | 8,95 €Kaufen | Urtext (Peters) |
![]() | Chopin, Frédéric | Klavierkonzert Nr. 1 e-moll op. 11 | Klavier, Orchester | Breitkopf & Härtel KG | OB 4484-15 | — | 6,50 €Kaufen | Urtext (Breitkopf) |
Gemeinsamkeiten & Unterschiede
Gemeinsam ist den Ausgaben von Henle, Peters und Breitkopf & Härtel der quellenkritische Urtext-Anspruch. Unterschiede liegen im Editionsstand und in der Ausgabeform: Für Pianistinnen und Pianisten kommt es vor allem auf die Fassung für zwei Klaviere an – hier unterscheiden sich die Häuser darin, ob und wie ausführlich die Solostimme mit Fingersätzen eingerichtet ist.
Welche Ausgabe für wen?
Zum Einstudieren und für die Konzertvorbereitung ist die Fassung für zwei Klaviere die richtige Wahl; wer mitlesen oder analysieren möchte, greift zur Studienpartitur, für die Aufführung braucht es Dirigierpartitur und Stimmen. Alle drei Verlage bieten verlässlichen Urtext – die Wahl fällt über Einrichtung, Editionsstand und Preis. Chopins Klavierschreiben im Kleinen zeigen daneben die Préludes op. 28, die Nocturnes und die Revolutionsetüde.


