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Werk

Étude c-Moll op. 10 Nr. 12 („Revolutionsetüde“)

Die Étude c-Moll op. 10 Nr. 12 von Frédéric Chopin beschließt den ersten Band seiner zwölf Études op. 10. Über einem stürmisch auf- und abwogenden Lauf der linken Hand entfaltet die rechte Hand ein trotzig aufbegehrendes Thema – eine Musik von hinreißender Wucht. Der Beiname „Revolutionsetüde“ knüpft an die Legende, Chopin habe das Stück unter dem Eindruck des gescheiterten Warschauer Aufstands von 1831 geschrieben; belegt ist das nicht, doch das dramatische c-Moll passt zu dieser Erzählung.

Als Werk der Romantik für Klavier solo verlangt die Étude auf dem Klavier vor allem der linken Hand höchste Ausdauer und Gleichmäßigkeit ab. Weil Chopins Musik gemeinfrei ist, liegt das Stück sowohl im wissenschaftlichen Urtext als auch in praktischen Spielausgaben vor.

CoverKomponistTitelBesetzungVerlagBestellnummerHerausgeberPreisHinweise
Chopin, FrédéricEtüde c-Moll [Revolution]KlavierG. Henle VerlagHN 658
8,50 €Kaufen
Urtext (Henle)
Chopin, FrédéricEtüde c-MollKlavierSCHOTT MUSIC GmbH & Co KG, MainzED0 9574Sauer, Emil von
6,50 €Kaufen
Spielausgabe (Schott)

Gemeinsamkeiten & Unterschiede

Gemeinsam ist beiden Ausgaben, dass sie die Étude im Zusammenhang der Sammlung op. 10 bringen. Der G. Henle Verlag gibt den quellenkritischen Urtext – Chopins Notentext ohne fremde Interpretationszusätze, ideal zum verlässlichen Erarbeiten. Die Schott-Ausgabe ist eine Spielausgabe, die den Text mit Fingersätzen und praktischen Hinweisen für den Unterricht anreichert.

Welche Ausgabe für wen?

Wer den unverfälschten Notentext sucht und eigene Fingersätze setzen möchte, greift zu Henle. Für Unterricht und Selbststudium, wo eingetragene Fingersätze und Hinweise willkommen sind, eignet sich die Schott-Spielausgabe. Verwandte Klavierwelten Chopins finden sich in den Préludes op. 28 und den Nocturnes; das dramatische c-Moll klingt auch im Klavierkonzert Nr. 1 nach.