← Zurück zur Übersicht

Werk

Klaviersonate Nr. 2 b-Moll op. 35 („Trauermarsch“)

Die zweite Klaviersonate in b-Moll von Frédéric Chopin ist vor allem wegen ihres dritten Satzes weltberühmt: dem Marche funèbre, dem wohl bekanntesten Trauermarsch der Musikgeschichte. Diesen Satz komponierte Chopin bereits 1837, den Rest der Sonate erst 1839 darum herum. Das Werk der Romantik endet mit einem der rätselhaftesten Sätze überhaupt: einem knapp anderthalbminütigen Finale, in dem beide Hände unisono in rastlosen Sechzehnteln über die Tastatur huschen – Robert Schumann nannte es „mehr Hohn als Musik“, spätere Generationen hörten darin einen „Wind über den Gräbern“.

Für Klavier solo geschrieben, verlangt die Sonate auf dem Klavier sowohl gestalterische Reife für den weitgespannten Trauermarsch als auch technische Souveränität für die stürmischen Ecksätze. Weil das Werk gemeinfrei ist, liegt es im wissenschaftlichen Urtext wie in einer praktischen Spielausgabe vor.

CoverKomponistTitelBesetzungVerlagBestellnummerHerausgeberPreisHinweise
Chopin, FrédéricKlaviersonate b-MollKlavierG. Henle VerlagHN 289
18,00 €Kaufen
Urtext (Henle)
Chopin, FrédéricSonate b-MollKlavierSCHOTT MUSIC GmbH & Co KG, MainzED0 398Sauer, Emil von
7,50 €Kaufen
Spielausgabe (Schott)

Gemeinsamkeiten & Unterschiede

Gemeinsam ist beiden Ausgaben Chopins Notentext; unterschiedlich ist der Anspruch. Der G. Henle Verlag bietet die quellenkritische Urtext-Ausgabe ohne fremde Zusätze, während die Schott-Ausgabe den Text als Spielausgabe mit Fingersätzen praktisch einrichtet.

Welche Ausgabe für wen?

Wer den verlässlichen Notentext zum Erarbeiten sucht, greift zur Henle-Urtext-Ausgabe; wer zusätzliche Fingersätze schätzt, ist mit der Schott-Spielausgabe gut bedient. In derselben Tonart b-Moll steht Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1, und Chopins lyrische Seite zeigen die Nocturnes.