Werk
Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110
Die Klaviersonate As-Dur op. 110 von Ludwig van Beethoven entstand 1821 und ist die vorletzte seiner 32 Klaviersonaten. Sie gehört zu den drei späten Sonaten, in denen Beethoven die Gattung ins Persönliche und Vergeistigte wendet. Auf einen gesanglich-innigen Kopfsatz folgen ein knappes Scherzo und ein außergewöhnliches Finale, das ein klagendes „Arioso dolente“ mit einer Fuge verschränkt – Gesang und strenge Kontrapunktik werden hier zur Einheit.
Das Werk gehört zur Klassik und ist für Klavier solo geschrieben; auf dem Klavier verlangt es weniger äußere Virtuosität als vielmehr Klangkultur, Legato und die Fähigkeit, die Fuge klar zu führen. Das warme As-Dur prägt den lyrischen Grundton der Sonate. Weil sie gemeinfrei ist, liegt sie in mehreren Urtext-Ausgaben und daneben in praktischen Spielausgaben vor.
| Cover | Komponist | Titel | Besetzung | Verlag | Bestellnummer | Herausgeber | Preis | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | Beethoven, Ludwig van | Klaviersonate As-Dur | Klavier | G. Henle Verlag | HN 363 | — | 8,50 €Kaufen | Urtext (Henle) |
| — | Beethoven, Ludwig van | Sonate Nr. 31 As-Dur | Klavier | C.F. Peters Handelsware | EPHW 4031-01 | Fischer, Johannes | 7,95 €Kaufen | Urtext (Peters) |
![]() | Beethoven, Ludwig van | Sonate As-Dur | Klavier | SCHOTT MUSIC GmbH & Co KG, Mainz | ED0 9715 | Höpfel, Hans | 6,50 €Kaufen | Spielausgabe (Schott) |
Gemeinsamkeiten & Unterschiede
Gemeinsam ist den Urtext-Ausgaben von Henle und Edition Peters der quellenkritische Anspruch: Beide geben Beethovens Notentext nach den Quellen wieder, ohne fremde Deutung. Unterschiede zeigen sich in Editionsstand und Aufmachung – Henle veröffentlicht die Sonate als Teil seiner maßgeblichen Gesamtausgabe und als Einzelband, während die Peters-Ausgabe eine eigenständige Urtext-Redaktion bietet. Die Schott-Ausgabe ist eine mit Fingersätzen eingerichtete Spielausgabe für den praktischen Gebrauch.
Welche Ausgabe für wen?
Wer den verlässlichen Notentext zum Erarbeiten sucht, greift zu Henle oder Peters. Wer zusätzliche Fingersätze und eine spielfertige Einrichtung schätzt, ist mit der Schott-Spielausgabe gut bedient. Das lyrische As-Dur dieser Sonate steht in reizvollem Gegensatz zur prunkvollen Polonaise op. 53 von Frédéric Chopin, die dieselbe Tonart ganz anders, nämlich heroisch, auffasst.

