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Werk

Scherzo es-Moll op. 4

Das Scherzo in es-Moll op. 4 von Johannes Brahms ist eines seiner frühesten veröffentlichten Werke, komponiert 1851, als Brahms gerade achtzehn Jahre alt war. Das dräuende, rhythmisch scharf umrissene Hauptthema wird von zwei kontrastierenden Trios aufgelockert; die düstere Grundtonart und der virtuose Zugriff verraten den Einfluss von Chopin und Liszt – wobei Brahms später behauptete, Chopins Scherzi damals noch gar nicht gekannt zu haben. Als Werk der Romantik für Klavier solo zeigt es bereits den jugendlich-stürmischen Ton, mit dem sich der junge Brahms bei Robert Schumann empfahl.

Auf dem Klavier verlangt das Scherzo Kraft und rhythmischen Biss ebenso wie einen gesanglichen Ton in den ruhigeren Trios. Weil das Werk gemeinfrei ist, liegt es in mehreren wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben vor.

CoverKomponistTitelBesetzungVerlagBestellnummerHerausgeberPreisHinweise
Brahms, JohannesScherzoKlavierG. Henle VerlagHN 569Eich, Katrin
10,50 €Kaufen
Urtext (Henle)
Brahms, JohannesScherzo Es-moll op. 4KlavierBreitkopf & Härtel KGEB 6002Mahlert, Ulrich
9,90 €Kaufen
Urtext (Breitkopf)

Gemeinsamkeiten & Unterschiede

Gemeinsam ist beiden Ausgaben von Henle und Breitkopf & Härtel der quellenkritische Anspruch: Sie geben Brahms’ Notentext ohne fremde Interpretationszusätze wieder. Unterschiede liegen im Detail der Editionsarbeit und der Ausstattung – Breitkopf steht dabei in der Tradition der historischen Brahms-Gesamtausgabe, während Henle die Sonderstellung als sorgfältig eingerichtete Einzelausgabe pflegt.

Welche Ausgabe für wen?

Beide Urtext-Ausgaben sind zum Erarbeiten gleichermaßen verlässlich; die Wahl richtet sich nach persönlicher Vorliebe für Notenbild und Ausstattung. In derselben Tonart es-Moll steht Tschaikowskys Streichquartett op. 30.