Werk
Violinkonzert D-Dur op. 77
Das Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms entstand 1878 und ist dem Geiger Joseph Joachim gewidmet, der bei der Einrichtung der Solostimme beriet und das Werk in Leipzig uraufführte. Brahms verbindet darin symphonische Dichte mit sanglicher Wärme: ein groß angelegter Kopfsatz, ein von der Oboe eröffnetes Adagio und ein feuriges, ungarisch gefärbtes Rondo-Finale machen es zu einem Schlüsselwerk der Romantik. Die Tonart D-Dur stellt es bewusst in eine Reihe mit den großen Violinkonzerten Beethovens und Mendelssohns.
Weil das Werk gemeinfrei ist, liegt es in mehreren wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben vor – je nach Ausgabe als Partitur, Studienpartitur oder als Ausgabe für Violine und Klavier.
| Cover | Komponist | Titel | Besetzung | Verlag | Bestellnummer | Herausgeber | Preis | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | Brahms, Johannes | Violinkonzert D-Dur | Violine und Orchester | G. Henle Verlag | HN 9854 | — | 20,00 €Kaufen | Urtext (Henle) |
| — | Brahms, Johannes | Konzert für Violine und Orchester | Violine und Orchester | Bärenreiter Verlag | BA 9049-74 | Brown, Clive | 7,25 €Kaufen | Urtext (Bärenreiter) |
![]() | Brahms, Johannes | Konzert D-Dur | Violine und Orchester | C.F. Peters Handelsware | EPHW 3893 | Klingler, Karl | 24,95 €Kaufen | Urtext (Peters) |
![]() | Brahms, Johannes | Violinkonzert D-dur op. 77 | Violine, Orchester | Breitkopf & Härtel KG | OB 3212-15 | — | 5,90 €Kaufen | Urtext (Breitkopf) |
Gemeinsamkeiten & Unterschiede
Gemeinsam ist den Ausgaben von Henle, Bärenreiter, Edition Peters und Breitkopf & Härtel der quellenkritische Urtext-Anspruch. Unterschiede liegen im Ausgabentyp und in der Solostimme: Weil Brahms’ Notentext hier eng mit Joachims Einrichtung verbunden ist, unterscheiden sich die Editionen darin, wie sie bezeichnete und unbezeichnete Violinstimme handhaben; auch Kadenz-Beigaben können abweichen. Ausstattung und Preis zeigt die Tabelle.
Welche Ausgabe für wen?
Für das Einstudieren empfiehlt sich eine Urtext-Ausgabe von Henle oder Bärenreiter mit sorgfältig eingerichteter Solostimme; zum Mitlesen und Analysieren dient eine Studienpartitur. Das klassische Vorbild in derselben Tonart, an dem sich Brahms maß, ist Beethovens Violinkonzert D-Dur op. 61.


