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Werk

Klaviersonate Nr. 23 f-Moll op. 57 („Appassionata“)

Die Klaviersonate f-Moll op. 57 von Ludwig van Beethoven entstand um 1804/05 und gilt als eine der leidenschaftlichsten und dramatischsten Schöpfungen seiner mittleren Schaffenszeit. Der Beiname „Appassionata“ stammt nicht von Beethoven selbst, sondern wurde erst nach seinem Tod vom Verleger geprägt – er trifft dennoch den Charakter des Werks: ein aufgewühlter Kopfsatz, ein ruhiges Variationen- Andante als Gegenpol und ein unerbittlich vorwärtsdrängendes Finale.

Das Werk gehört zur Klassik und ist für Klavier solo geschrieben; auf dem Klavier verlangt es größte Kraft, Präzision und Ausdauer. Die düstere Grundtonart f-Moll prägt die Sonate von der ersten bis zur letzten Note. Weil das Werk gemeinfrei ist, liegt es in mehreren wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben und daneben in praktischen Spielausgaben vor.

CoverKomponistTitelBesetzungVerlagBestellnummerHerausgeberPreisHinweise
Beethoven, Ludwig vanKlaviersonate f-Moll [Appassionata]KlavierG. Henle VerlagHN 58
11,00 €Kaufen
Urtext (Henle)
Beethoven, Ludwig vanKlaviersonate Nr. 23 KlavierBärenreiter VerlagBAH 4947
8,50 €Kaufen
Urtext (Bärenreiter)
Beethoven, Ludwig vanKlaviersonate (Appassionata)KlavierWiener Urtext EditionUT 50434Hauschild, Peter / Reutter, Jochen
11,50 €Kaufen
Urtext (Wiener Urtext)
Beethoven, Ludwig vanSonate Appassionata f-MollKlavierSchott FrèresSF 8984
8,00 €Kaufen
Spielausgabe (Schott)

Gemeinsamkeiten & Unterschiede

Gemeinsam ist den drei Urtext-Ausgaben von Henle, Bärenreiter und Wiener Urtext der quellenkritische Anspruch: Sie geben Beethovens Notentext ohne fremde Interpretationszusätze wieder und eignen sich als verlässliche Grundlage zum Erarbeiten. Unterschiede liegen in Herausgeberschaft, Fingersätzen und Ausstattung; die Schott-Ausgabe ist demgegenüber eine Spielausgabe mit eingetragenen Fingersätzen und Vortragshinweisen für die praktische Arbeit.

Welche Ausgabe für wen?

Wer den verlässlichen Notentext zum Studium sucht, greift zu Henle, Bärenreiter oder Wiener Urtext. Wer zusätzliche Fingersätze und Spielhilfen schätzt, ist mit der Schott-Spielausgabe gut bedient. Die stürmische Dramatik der Appassionata bildet einen deutlichen Kontrast zur traumverlorenen Mondscheinsonate und zum heiteren Ton von Für Elise.