← Zurück zur Übersicht

Werk

Symphonie Nr. 6 „Pastorale“ F-Dur op. 68

Die Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 von Ludwig van Beethoven wurde am 22. Dezember 1808 in Wien uraufgeführt – im selben legendären Konzert wie die Fünfte. Die „Pastorale“ schildert das Landleben in fünf Sätzen mit programmatischen Überschriften, vom „Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande“ über die „Szene am Bach“ und das Gewitter bis zum dankbaren „Hirtengesang“. Beethoven stellte klar, es gehe ihm um „mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“. Das pastorale F-Dur gibt dem Werk seinen ruhigen, naturverbundenen Grundton.

Das Werk gehört zur Klassik und ist für großes Orchester geschrieben. Als gemeinfreies Werk liegt die Partitur in mehreren wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben vor; die folgende Tabelle stellt die Studien- bzw. Dirigierpartituren der führenden Verlage gegenüber.

CoverKomponistTitelBesetzungVerlagBestellnummerHerausgeberPreisHinweise
Beethoven, Ludwig vanSymphony no. 6OrchesterG. Henle VerlagHN 9816Dufner, Jens
15,00 €Kaufen
Urtext (Henle)
Beethoven, Ludwig vanSymphonie Nr. 6 Pastorale OrchesterBärenreiter VerlagBA 9006-75Del Mar, Jonathan
8,75 €Kaufen
Urtext (Bärenreiter)
Beethoven, Ludwig vanSinfonie Nr. 6 F-DurOrchesterC.F. Peters HandelswareEPHW 1020-06
17,80 €Kaufen
Urtext (Peters)
Beethoven, Ludwig vanSymphonie Nr. 6 F-dur op. 68OrchesterBreitkopf & Härtel KGOB 5236-15Hauschild, Peter
7,50 €Kaufen
Urtext (Breitkopf)

Gemeinsamkeiten & Unterschiede

Gemeinsam ist den Ausgaben von Henle, Bärenreiter, Edition Peters und Breitkopf & Härtel der quellenkritische Urtext-Anspruch: Alle geben Beethovens Notentext ohne fremde Zusätze wieder. Unterschiede betreffen die Editionsphilosophie und die praktische Aufmachung – Bärenreiter und Henle stehen für die jüngeren, textkritisch aufwendig eingerichteten Editionen, während Peters und Breitkopf & Härtel eine lange Aufführungstradition mitbringen. Je nach Ausgabe unterscheiden sich Format (Studien- vs. Dirigierpartitur), Vorwort und Umfang des kritischen Berichts.

Welche Ausgabe für wen?

Wer eine handliche Studienpartitur zum Mitlesen und Analysieren sucht, ist mit den kompakten Ausgaben von Henle oder Bärenreiter gut bedient; für die Probenarbeit am Pult bieten sich die größer gesetzten Dirigierpartituren an. Die Wahl zwischen den vier Häusern ist letztlich eine Frage des vertrauten Notenbilds. Wie kontrastreich Beethovens Symphonik sein kann, zeigt der Blick auf die schroffe Klaviermusik derselben Jahre.