Werk
Prélude cis-Moll op. 3/2 („Glocken von Moskau“)
Das Prélude in cis-Moll von Sergej Rachmaninow entstand 1892, als der Komponist gerade neunzehn Jahre alt war, und bildet die zweite der fünf Morceaux de fantaisie op. 3. Rachmaninow spielte es kurz nach dem Studienabschluss selbst zum ersten Mal öffentlich – und das Stück wurde über Nacht sein bekanntestes: Die wuchtigen, im Fortissimo geschlagenen Eröffnungsakkorde ahmen das Läuten der Moskauer Glocken nach, weshalb sich im Westen der Beiname „The Bells of Moscow“ einbürgerte. Als Werk der Spätromantik für Klavier solo verlangt es auf dem Klavier vollen Klang und einen sicheren, tragfähigen Anschlag.
Formal folgt das Prélude einem klaren dreiteiligen Bau: dem schweren, glockengleichen Rahmen steht ein drängend bewegter Mittelteil (Agitato) gegenüber, ehe die Akkordkolonnen in doppelter Oktavlage wiederkehren. Rachmaninow hat das populäre Stück zeitlebens im Konzert gespielt, es aber nie mit einem eigenen Beinamen versehen.
| Cover | Komponist | Titel | Besetzung | Verlag | Bestellnummer | Herausgeber | Preis | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| — | Rachmaninow, Sergej Wassiljewitsch | Prelude cis-Moll | Klavier | Boosey & Hawkes, London | BH 100626 | — | 9,00 €Kaufen | Standardausgabe (Boosey & Hawkes) |
Bei Boosey & Hawkes, dem Verlag, der Rachmaninows Werke betreut, liegt das Prélude in einer verlässlichen Notenausgabe vor. Wer sich für Rachmaninows Klavierschaffen interessiert, findet in seinem späteren Prélude gis-Moll op. 32/12 die reifere, farbigere Fortsetzung dieser Gattung. Für den Einstieg in Rachmaninows Klavierwelt ist das cis-Moll-Prélude nach wie vor das dankbarste – wirkungsvoll, aber technisch überschaubarer als die großen Klavierkonzerte.